Während der Nacht vom Montag auf Dienstag wurde hauptsächlich am landwirtschaftlichen Anwesen die Sicherung der Rinder vorangetrieben. Hierfür hatte das THW Deggendorf auch noch weitere Gerätschaften vorbeigebracht.
Als gegen 4 Uhr morgens einige Einsatzkräfte nach über zwanzig Stunden ihren Dienst beenden wollten, wurde zu einem weiteren Einsatz per Sirene alarmiert. Bei dem betroffenen Anwesen wurden dann einige Sandsäcke an den Kellerfenstern positioniert.
Das Erschreckende war jedoch, dass keine neuen Einsatzkräfte zum Alarm gekommen waren. Nach zwei weiteren Alarmen durch die ILS wurde dann die Sirene erneut ausgelöst – mit gleichem negativen Erfolg. Alle verfügbaren Einsatzkräft waren bereits im Einsatz, so dass nun das Kräftemanagement erheblich an Bedeutung gewann. Einige Personen wurden telefonisch zum Dienst geholt und andere Kameraden wurden nun verstärkt in Zwangspausen geschickt.
Im Laufe des Vormittags wurden wieder viele Sandsäcke organisiert und Tauchpumpen angeliefert, verteilt bzw. umgesetzt. Gegen Mittag waren die Sandsackfüllplätze in Deggendorf Land unter und es konnten keine weiteren Sandsäcke mehr angeliefert werden. Als plötzlich ein Lastzug mit 20 Paletten Sandsäcken auftauchte, war die Freude groß. Es zeigt sich jedoch, dass die Lieferung, die aus dem Landkreis Straubing kam, eigentlich für Mariaposching (auf der anderen Seite der Donau) gedacht war. Das Navigationssystem hätte den LKW-Fahrer über die Fähre geleitet, die jedoch nur noch im Mittelteil der Donau hätte fahren können. Da die anderen Wege ebenfalls überflutet waren, der Weg damit extrem weit geworden wäre und wir dringenden Bedarf hatten, wurden die Sandsäcke bei uns abgeladen.
Inzwischen trat auch die „zivile“ Bevölkerung aufs Parkett und einige Nicht-Feuerwehrkräfte meldeten sich als Helfer. Außerdem trafen immer mehr Kuchen- und Essensspenden ein. Sogar der Kindergarten hatte für „die fleissigen Feuerwehrler“ Kuchen gebacken. Eigentlich wäre für diesen Tag ein Besuch des Kindergartens in der Feuerwehr geplant gewesen, was jedoch aufgrund des Einsatzes nicht möglich war.
Obwohl der Schwerpunkt bei der Sicherung der Rinder lag, wurde an mehreren Fronten gekämpft und die Einsatzkräfte wechselten teilweise mit mehreren Gerätschaften immer wieder den Einsatzort. Über 40 Kameradinnen und Kameraden kämpften gegen die Fluten.
Gegen Abend wurde ein Zug des THW Neu-Ulm angekündigt, die wegen der Verkehrssituation nicht mehr in Deggendorf stationiert werden konnten. Diese unterstützen dann auch gleich unsere Kräfte mit Personal und Material.
Auch gegen Abend erging wieder ein Sirenenalarm, jedoch war dieser eigentlich für die FF Otzing gedacht. Hier zeigte sich, dass auch die Integrierte Leitstelle erheblich unter Streß stand.
In der Nacht vom 4. zum 5. Juni erreichte die Hochwasserwelle dann ihren Scheitelpunkt. Mit Hilfe der THW-Gerätschaften und der THW-Kameradinnen und -Kameraden konnten die Stallungen dennoch gehalten werden. In dieser Zeit wurden teilweise fast 10 000 Liter Wasser pro Minute aus dem Bereich der Rinder gepumpt.
- Sandsackübergabe
- Sandsäcke konnten nur noch per Boot transportiert werden
- Viele Sandsäcke, starker Tiefgang
- Bei so vielen Sandsäcken sind nur noch Fahrer und Anlegehelfer zugelassen
- Immer der (ehemaligen) Straße entlang …
- Das Wasser wanderte die Wände schnell hoch
- Der Bootsanlegeplatz
- Der Gartenzaun steht schon fast komplett unter Wasser
- Bis zum Fenster im Erdgeschoß ist nur noch wenig Platz
- Auch hier fehlt nicht mehr viel zu den Fenstern
- Im Erdgeschoss war nichts mehr zu halten
- Die Tragkraftspritze wurde aufgebockt, um sie am Ziel leichter positionieren zu können
- Schubverband im Kleinen
- Auch die alte Tragkraftspritze kam wieder zum Einsatz – per Boot
- Stark unter Wasser, aber schon ein alter Hase im Kampf gegen Hochwasser
- Auch bei diesem Anwesen wurden Sandsäcke gestapelt
- Trotz Sandsäcken musste gepumpt werden
- Der Wurzelstock musste wieder zurückgezogen werden, so dass er nicht abdriftet
- Sandsackübergabe
- Scheunen überflutet
- Wassergarten
- Der alte Sportplatz war schon früh überflutet
- Die Verkehrsschilder waren ursprünglich für Straßen gedacht
- Jagd- oder Angelplatz?
- Das war erst der Anfang – Kuchen gab es in rauhen Mengen
- Die Küchencrew arbeitete auf Hochtouren
- Der Schafunterstand ist zumindest noch sichtbar
- Mit der richtigen Kleidung kommt man überall durch
- Das Anwesen war von zwei Seiten vom Wasser eingeschlossen
- Die Absperrung zur Donau hin
- Sandsäcke wurden fast pausenlos gefahren
- Manchmal können 50 cm entscheidend sein
- Die Donau kann abgehalten werden
- Nach dem Absperren des Durchgangs konnte auch die Straße trocken gelegt werden
- Das THW Deggendorf brachte Pumpen und Aggregate
- Das THW half beim Trockenlegen der Straße
- Nach dem Absperren des Querflusses war Hoffung für die Straße
- Der normale Eingang war nicht mehr zugänglich
- Früher konnte hier noch durchgegangen werden
- Dieser Zaun gilt nur noch für Fische
- Schon Wasser, aber noch unter Kontroll ezu halten
- Das Gegenstück zur Straße hin
- Der Sandsackumschlagplatz für den Bootsshuttle
- Aus allen Anwesen wurde Wasser gepumpt
- Sogar die Pumpwerksteuerungen für das Abwasser standen unter Wasser
- Die Kreisstraße wurde komplett geperrt
- Alle Sandsäcke halfen nicht mehr
- Abgeschnitten
- Hier stand das Wasser bei früheren Hochwassern noch nie
- Abgesperrt
- Es wird immer knapper bis zu den Fenstern
- Das Shuttle kommt
- Und wieder wird der Steg erhöht
- Der Stall musste um jeden Preis wasserfrei gehalten werden
- Sogar der Steg stand unter Wasser
- Eigentlich steht dieser Torbogen auf einem kleinen Hügel im Garten
- Kurzes Übergabegespräch am Shuttleboot
- Niklas in optimaler Wasserausrüstung
- Das Shuttle im Anflug
- Die Zugänge zu den Kälberställen wurden so gut wie möglich abgedichtet
- Viele Pumpen brauchen viele Aggregate
- Boot, Wathose oder Traktor – anders war das Anwesen nicht mehr zu erreichen
- Auch der Zugang zum Milchkuhstall wurde abgesichert
- Der Bus legt ab
- What shall we do with the drunken sailor … 😉
- Während der Pause wurde am TV die Lage in Deggendorf verfolgt
- Wir scheuen weder Feuer noch Wasser
- Die Scheunen wurden noch rechtzeitig ausgeräumt